schon wieder ist eine Woche vergangen. Diesmal stand die Geschäftsreise nach Nagoya im Mittelpunkt.
Aber wie immer werde ich chronologisch voranschreiten und die wichtigsten, lustigsten und interessantesten Ereignisse zusammenfassen.
Ich möchte mich natürlich an alle bedanken, die sich die Zeit genommen haben meinen Blog zu lesen und auch zu kommentieren. Mit den Kommentaren ist man gleich viel motivierter zu schreiben ;) *freu*
Ihr werdet es nicht glauben... aber ich habe einen neuen Mitbewohner. Nicht in der WG, sondern in meinem Zimmer, der Gloomy heißt. Als Beweis habe ich auch ein Foto gemacht. Es handelt sich um dieses absolut häßliche Stofftier.

Wie ich zu diesem mit Blut aus der Nase triefenden Stofftier kam? Es fing alles an, dass 2 Zimmer neben mir zwei Franzosen wohnten. Eines Tages traf ich einen auf dem Gang und fragte ihn auf Englisch, ob er neu hier ist, da ich ihn noch nie gesehen hatte. Er schrak auf, fuchtelte mit den Händen und meinte: No english.....
Ich war da schon etwas verdutzt und fragte: Nihongo?, was soviel bedeutete wie "Japanisch?". Auch da fuchtelte er wild mit den Händen, sodass ich wusste, dass er weder Englisch noch Japanisch sprach. Dann rannte zu seiner Zimmertür und meinte: With Friend... room... deux zero six. Als klar war, dass er Frnzose ist, haben wir uns dann ein bisschen auf Französisch unterhalten. Na ja danach haben wir weniger geredet, bis zum Dienstag letzter Woche. Die zwei Franzosen mussten zurück nach Frankreich und haben im Gang auf den Vermieter gewartet. Ich habe mich dann zu Ihnen gesellt und mit denen geredet. Auf einen der Taschen entdeckte ich "Gloomy". Ich war total schockiert. Sowas häßliches... "nasenblutiges"... kitschiges war an den Taschen der zwei befestigt. Als sie mich sahen, wie ich das Stück Stofftier anstarrte fragten die mich lieb lächelnd: ACH DAS IST DOCH SOO SÜÜÜß. nicht wahr? Ò_ó
Etwas anderes als ein verlogenes "ja" konnte ich in solch einer Situation auch leider nicht rausbringen. Als Sie dann die Schlüssel abgegeben haben und gehen wollten griff einer der Franzosen noch in seiner Tasche und holte ein weiteres Gloomy raus und schenkte es mir. Eigentlich total lieb... aber Gloomy.... *ratlos*
Wie findet ihr denn Gloomy? Findet ihr es ist süß? Oder schreckt euch sowas auch eher ab.
Na ja am Dienstag Abend bin ich dann nach Nagoya gefahren. Wir sind ungefähr 1 Stunde 40 Minuten gen Westen gefahren. Wie schon erwähnt waren wir diesmal in einem sehr guten Hotel. Die Lage war perfekt, da es sich ja 30 Stockwerke über dem Bahnhof befindet.
Die Zimmer waren geräumig, das Bett riesig, sauber etc. Das Highlight aber war nicht das Zimmer an und für sich, sondern das Bad mit der SUPER-DUPER-MEGA-ULTRA-KRASS-GEILEN Toilette.
Einige von euch, die schonmal in Japan waren, haben es vielleicht schon gesehen. Andere wiederrum haben eventuell mal einen Bericht darüber gelesen/gesehen. Die japanischen Toiletten sind sehr hochmodern, denn diese sind nicht nur vorgewärmt, sondern beinhalten auch noch eine Popo-Dusch-Funktion. Da ich wusste, dass ich diese Funktion niemals so gut in ein paar Zeilen fassen kann, habe ich sofort ein Video gemacht:
Also ich muss schon sagen, ich bin sehr positiv überrascht von den hochmodernen Toiletten. Also WOW... da kann man nur staunen haha.
Gleich am ersten Abend wurden wir vom Professor eingeladen. Das war auch etwas lustig. Wir waren in einem westlich angehauchtem Restaurant mit westlichem Essen. Der Michael (Dr. Popall) hat dann in der Speisekarte das Steak mit Pommes ausgesucht. Es sah auch ziemlich sättigend aus. Als das Essen dann ankam, war es doch eher eine kleine Portion. Ich glaube als ich damals 6 Jahre alt war, konnte ich schon 2,5 Portionen von diesem kleinen Schnitzel verdücken.
Aber wir haben dann weiter alles auf Spesen nachbestellt, sodass jeder auch satt wurde :).
Am Ende vom Hotelaufenthalt habe ich versucht mich wie ein richtig normaler Gast zu benehmen und somit alle Sachen in meinen Koffer verstaut (Duschcreme, Lotion etc.).
Es gab natürlich auch einen Grund, warum wir nach Nagoya gefahren sind. In der Stadt Yokkaichi, nahe Nagoya, gab es vom Würzburger Fraunhofer Institut eine Präsentation. Für diesen Zweck musste ein Showcase eingerichtet werden, der verschiedene Exponate zeigte. Diese Vitrinen musste ich einrichten, was aber echt schlimm war. Es hörte sich eigentlich so einfach an. Die Glasplatten mit Samt beidseitig bekleben und die Exponante aufstellen. Das Problem fing dann an, als ich bemerkt habe, dass das Teppichklebeband den Samt nicht kleben kann. Es ist immerzu verrutscht, bzw. fiel auf der Unterseite immer wieder ab. Da ich mich ja auch noch unter Zeitstress befand habe ich den Samt auch nur oben befestigt und die Exponate dann drauf gestellt. Letzendlich sah es aber dennoch sehr schick aus.
An diesem Tag habe ich selbstverständlich auch die Anzugschuhe getragen. Jedes Mal, wo ich diese Schuhe sah, taten mir die Füße schon weh. Diesmal aber, habe ich die Schuhe nicht zugebunden, sondern die Schnürsenkel gelockert und hab sie dann angezogen. Die waren immer noch etwas eng, haben aber wenigstens nicht auf den Fuß´gedrückt und gerieben, sodass ich diesmal keine Probleme habe :).
Eigentlich wollte ich am Mittwoch Abend, nach der Präsentation zurück nach Tokyo fahren, da ich ja am Tag darauf keine Firmenbesuche hatte. Der Chef hatte aber großzügigerweise gesagt. Na ja, wenn du möchtest kannst du ruhig noch ein Tag im Hotel bleiben und dir am Donnerstag Nagoya anschauen. Du hast ja auch schon immer mal mehr gearbeitet und hast ja schon einige Überstunden gesammelt.
Hach :D das ist Musik für meine Ohren ;). Tagelanges chatten und dann noch frei bekommen hihi... *scherz*
Ich hab mir dann also am Donnerstag Nagoya angeschaut. Ich wurde schon vorgewarnt, dass Nagoya hässlich ist, und ausser das Schloss nichts besonderes hat.
Dies kann ich bedauerlicherweise auch nur bestätigen. Die paar Meter um den Bahnhof mit seinen 2 riesigen Türmen etc. sind schon sehr schön. Aber der Rest hat wirklich nichts besonderes.
Am Freitag war ich dann wieder im Büro. 700 Flyer mussten verschickt werden. Eigentlich wollten wir eine Aushilfe einstellen. Aber da ich ja am Freitag nichts bestimmtes zu tun hatte, habe ich die Flyer + Einladungsschreiben in jeden Umschlag getan. Zugeklebt, Adressaufkleber drauf und noch eine Briefmarke. Boah das war echt Zeitaufwändig. Aber wenigstens ist das keine schwere Aufgabe. Ab und zu sehnt sich nämlich auch mein Kopf nach Entspannung :)
Wir haben seit Anfang dieser Woche 3 neue Pflanzen im Büro. Sind relativ groß und grün.
Leider kennt sich bei uns keiner mit Pflanzen gut aus... weder der Chef, noch die Sekräterin, noch ich. So waren sie am Freitag, wo ich wieder im Büro war, niciht mehr so ganz grün lol... ich denk da sollte mal Wasser rein :D... Ich glaube es wäre ein Wunder, wenn die Pflanzen noch den Zeitpunkt miterleben, wo ich mit dem Praktikum fertig bin haha.
So, nun gehts mal wieder auf Futtersuche ;). (Ihr denkt wohl ich esse ständig :o) was ja auch nicht so verkehrt ist haha


