Hallllli Halllllllllllllllo
hach wie schnell doch die Zeit von einem Update zum anderen doch vergeht. Kaum hatte ich das Gefühl den letzten Blogeintrag veröffentlicht zu haben, schon sind wieder mal fast zwei Wochen vergangen.
In den letzten zwei Wochen ist zwar nicht sehr viel passiert, aber das was passiert ist, ist auf alle Fälle wert um es mit euch zu teilen.
Aufgrund großer Nachfrage werde ich auch noch das Bild von Robert Stadlober mit mir Online stellen. Nur nochmal zur Info: Es handelte sich um das Deutsche Filmfestival in Tokio. Da Krabat gezeigt wurde, kam auch Robert Stadlober mit dem Regisseur nach Tokio. Das Bild entstand während dem Empfang nachdem ich mir die Wampe erstmal vollgehauen hatte. Wenn jemand aufgrund dessen meinen Doppelkinn auf diesem Bild bemängeln würde, der möge dies doch bitte für sich behalten :P. Alle anderen Kommentare sind natürlich gerne gesehen.
So das war erstmal ein kleiner Nachtrag zum letzten Mal. Vorletzte Woche war eigentlich eine sehr angenehme und ruhige Woche. Es war nicht viel los und ich konnte mich auf der Arbeit meines Amtes walten und ein paar organisatorische Sachen erledigen. Wie ich ja schonmal berichtet habe, bringt mir die Madame vom Restaurant immer zu Mittag etwas zu essen vorbei. Dieses "etwas" ist aber immer so viel, dass man auch wirklich den ganzen Tag satt wird; und da sie gesehen hat, dass ich ja auch nicht der schlankste bin, gibt sie mir immer so eine Megaportion Reis. Damit ihr wisst, was ich so bekomme, habe ich das sogar mal aufgeschrieben, was ich neulich zu Mittag bekommen habe:
"Fisch mit Gemüse und Tofu angebraten, Suppe mit wenig Wasser und viel Gemüse und Pilzen und 1 Stück Putenfleisch, Kartoffelpüree, Fleisch mit Kartoffeln und Auberginen, Reis, Orangensaft"
"Fisch mit Gemüse und Tofu angebraten, Suppe mit wenig Wasser und viel Gemüse und Pilzen und 1 Stück Putenfleisch, Kartoffelpüree, Fleisch mit Kartoffeln und Auberginen, Reis, Orangensaft"
Das Essen schmeckt auch wirklich fantastisch und es ist natürlich sehr ausgewogen . Sie hat auch noch gesagt, dass sie nur Bio-Produkte verwendet und dass das somit auch viel gesünder ist, als die Sachen im Convenience Store, die ich sonst immer esse.
Da sie mir immer was rüberbringt, gehe ich jeden Abend ins Restaurant und frage sie, ob ich ihr mit irgend etwas helfen kann. Normalerweise sollte ich ihr so bei kleineren Übersetzungsaufgaben helfen, was bisher aber noch nie anfiel. Aber am letzten Freitag war ich dann wieder bei ihr im Restaurant und fragte ob ich ihr helfen kann. An dem Abend hatte die OAG (Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens) einen Tischkickerturnier veranstaltet, wobei das Restaurant für das leibliche Wohl gesorgt hatte. So stand ich dann an dem Stand und durfte Bratwürste anbraten und auch Linsensuppe rühren. Ab und zu hab ich dann auch noch ein Bier frisch gezapft. Eigentlichd achte ich ja, dass das Event nur so 1-2 Stunden dauern würde, sodass ich dann so gegen 21 Uhr nach Hause fahre. Aber irgendwie hat sich das dann alles hingezogen sodass wir erst um 23 Uhr mit dem Aufräumen anfingen, weshalb ich mir dann gedacht habe, dass ich die letzte Bahn gegen Mitternacht nehme. Als die Madame aber sah, dass es kurz vor 12 immer noch genug zu tun gab, hat sie gemeint dass sie mich und den Sweer danach heimfahren würde. Sweer arbeitet in dem Restaurant und wohnt zufälligereweise im gleichen Sakura House wie ich :). Auf dem Weg nach Hause fuhr sie dann noch an einem japanischen Restaurant vorbei, wo sie uns dann noch zu Takoyaki eingeladen hatte. Takoyaki sind soTeigällchen mit einer Oktopusfüllung. Das hat auch super lecker geschmeckt, wobei der Teig schon sehr gesättigt hatte.
Am nächsten Tag passierte das Uncoolste, was überhaupt passieren konnte. Lange fragte ich mich, ob ich dieses uncoole Erlebnis jemals veröffentlichen könnte. Aber da ich euch ja alle sooooo sehr lieb habe werde ich auch darüber berichten.
Wir schreiben den Tag nach dem Bratwurstabend. Ich bin aufgestanden und wollte eigentlich nach Shinjuku um meine Miete zu bezahlen. Als ich losgehen wollte, habe ich überall meine Monatskarte gesucht. Im Geldbeutel, auf dem Tisch, in den Hosentaschen etc... aber ich habe es nirgends gefunden. Ist ja nicht weiter schlimm dachte ich. Ich hatte meine Monatskarte schon oft im Büro auf den Tisch gelegt und mehrmals beinahe vergessen gehabt. Deshalb bin ich dann mit der nächsten Bahn zur Arbeit gefahren um die Monatskarte zu holen (an einem Samstag zur Arbeit :o *fleiß*). Als ich aber auf den Tisch guckte, staunte ich nicht schlecht, denn die Monatskarte war auch da nicht zu finden. Ich hab dann überall im Büro nachgeschaut um zu sehen, ob sie mir nicht doch irgendwie runtergefallen ist. Aber leider hatte ich keinen Erfolg. Auf dem Weg nach draußen traf ich dann den Hausmeister und die Madame, die mich dann gefragt haben, wieso ich denn an einem Samstag im Büro bin. Nachdem ich meine Leidensgeschichte erzählt habe, wollten die wissen, ob ich auch schon im Geldbeutel nachgeschaut habe, weil das ja eigentlich ganz logisch ist, dass es da drin ist. Nachdem ich dies bejaht habe, bin ich nochmal nach Hause gefahren, um gründlicher zu suchen. Aber auch da fehlte jede Spur... bis ich dann irgendwann nochmal im Geldbeutel nachgeschaut hatte und es dann dort gefunden habe -.-... Die Madame hat mich natürlich dann am Montag ausgelacht und gemeint wie uncool das doch wäre lol... aber es ist ja schon fast eine Woche seitdem vergangen, sodass ich mittlererweile auch selber darüber lachen kann ;).
Letzten Sonntag war dann wieder ein Gemeindefest in der Kirche. Für 1000 Yen gab es ein Büffet, was ja schon recht günstig war. Da gab es vor allem Deutsches Essen, was auch wirklich sehr lecker war. Irgendwann nach 3 Tellern hatte ich das leichte Gefühl mich übergeben zu müssen. Um dieses Gefühl zu unterdrücken, habe ich dann gleich zwei Stück Kuchen in mich reingeschauffelt, und ich muss euch sagen das war sowas von eklig. Also der Marmorkuchen war sehr gut. Aber bei dem anderen Kuchen, da hab ich wirklich 30 Minuten gebraucht um das kleine Stück aufzuessen. Ich weiss wirklich nicht was da drin war, aber es schmeckte echt komisch. Es war so ein Teig; da drauf kamen dann Früchte und Nüsse und oben Streusel. Der Teig, die Nüsse und der Streusel schmeckten eigentlich lecker wie immer. Aber die Früchte... boah... also ich weiss nicht was es für Früchte waren, aber die waren echt nicht toll. Die Jasmin, die neben mir stand, hat dann gemeint: Ach Tuan, stell dich nicht so an, so schlimm kann der ja nicht schmecken und hatte dann auch ein kleines Stück von meinem Teller genommen. Danach fragte ich sie, ob sie noch welchen möchte und sie war danz fassungslos und konnte nur noch heftig den Kopf schütteln.
Ich berichtete ja schon, dass man in Japan an jeder Ecke abgezockt wird. Aber das dies auch in der Kirche geschieht ist mir neu. Es gab nämlich bei dem besagten Gemeindefest auch eine Tombola, wo jdes Los 1000 Yen kostete, was ja nach dem gestiegenen Yen nun fast 8 Euro pro Los sind. Es wurde groß angekündigt, dass jedes Los gewinnt. Am Anfang hat man für jedes Los einen kleinen Preis bekommen; danach wurden dann für die Hauptgewinne die Gewinnerlose ermittelt. Die Trostpreise waren ja wohl echt dreist. Der Michael bekam ein Werbecappy von BMW und ich bekam ein Stofftier, mitgenommen aus dem InterContinenal Hotel :o... Also da war ich ja schonmal etwas sprachlos. Aber dann wurden noch die Hauptgewinner ermittelt. Und die wurden folgender Maßen verteilt: Reise nach Okinawa ==> eine Mitarbeiterin aus der Kirche, ein Ipod Touch ==> ein Ministrant, die Nintendo Wii ==> die Tochter von der Losfee... also da war ich ja schon ein klein wenig schockiert. Dabei wollte ich doch die Nintendo Wii :(... und wenn ich sie gewonnen hätte, wäre auch keiner stutzig geworden :)

In der Kirche gibt es einen kleinen Jungen, der so aussieht als könnte ich dies vor ca. 10-15 Jahren gewesen sein.
Der Michael hat ein Bild von dem Kleinen gemacht. Was meint ihr? Hat er etwas Ähnlichkeit? ;)

In der Kirche gibt es einen kleinen Jungen, der so aussieht als könnte ich dies vor ca. 10-15 Jahren gewesen sein.
Zum Vergleich stelle ich mich einfach mal daneben. Er ist um einiges brauner und schlanker als ich. Aber davon abgesehen, finde ich selber schon ein paar Ähnlichkeiten.
Wie man auf meinem Bild sehen kann, trage ich wieder das Alkohol-Oberteil *sauf* :)
Wie man auf meinem Bild sehen kann, trage ich wieder das Alkohol-Oberteil *sauf* :)
Diese Woche am Donnerstag ist was tolles passiert. Herr Köhn (Japanologiedozent in Würzburg) hatte mich schon im Voraus gewarnt, dass man in Japan keine gescheiten Öfen finden kann um zu backen. Aber die Madame vom Budoya hatte mir angeboten, dass wenn ich mal gerne möchte, dass ich jederzeit bei ihr im Restaurant backen darf, wenn der Koch in der Küche nicht grad zu viel zu tun hat.
Am Donnerstag kam Claudia (eine Mitarbeiterin vom Restaurant) dann in das Büro hereingestürmt und meinte: Wenn du backen willst.... dann JETZT... Ich war natürlich ein klein wenig überrumpelt, weil ich nicht darauf gefasst war, in dem Augenblick etwas zu backen. Aber ich und die Sekräterin dachten uns: Hmmm... der Chef ist grad unterwegs zu einem Meeting... selbst wenn ich backe, würde er sich nicht aufregen, wenn ich nicht am Arbeitsplatz sitze. Daher ging ich dann ins Restaurant um nachzuschauen, was die denn da an Zutaten alles haben. Leider war das überhaupt nicht einfach. Bei den Sachen, die ich backen wollte, fehlten die Zutaten. Die hatten irgendwie kein Puddingpulver und wussten auch nicht wo man das herbekommt.
Nachdem ich dann so einige Kuchen und Torten durchgegangen bin entschied ich mich dann für eine Mikado-Torte, weil das einzige was die an "sonderbaren" Zutaten die Gelatine war. Diesmal hab ich zwar kein Bild gemacht; aber da ich die Torte ja auch schon in Deutschland gebacken hatte, muss das Bild von damals einfach herhalten. Aber es war wirklich überhaupt nicht einfach in einer fremden Küche zu backen. Die ganzen Werkzeuge und Backutensilien, die ich mir in Deutschland zusammengekauft hatte, fehlten hier natürlich. Also es war auch wirklich nicht einfach. Ich bin dann während der Backphase und den Kühlpausen immer ins Büro gerast um weiter zu arbeiten, mit der glücklichen Erkenntnis, dass mein Chef immer noch nicht vom Meeting zurück war. Erst als ich dann mit der Dekorierung angefangen habe, hörte ich, dass mein Chef wieder zurückgekommen ist. Aber der war überhaupt nicht böse, sondern hat sich eher gefreut, dass ich was gebacken hab hihi. Ach ja, normalerweise brauche ich ja für eine Torte immer mehrere Stunden, da ich ja auch immer will, dass sie schön langsam und gewissenhaft zubereitet wird. Chiba, der Koch im Restaurant, hingegen ist eher darauf getrimmt schnell und effizient zu arbeiten. Und das hat man auch wirklich gemerkt. Die Torte warmit kühlen etc in 1,5 Stunden schon fertig. Also da konnte ich auch wirklich noch eine Menge lernen, wie ich in Zukunft schneller backen kann. Alle waren auch wirklich zufrieden und fanden die Torte lecker. Nur ich hab kein Stück gegessen, da ich etwas an meine Linie gedacht habe heheheeee. Außerdem weiss ich ja schon wie die schmeckt, bzw. kann sie mir immer wieder selber backen :o...
Am Ende will ich nur noch sagen, dass unser Büro an diesem Wochenende renoviert wird. Nicht das Ganze Büro, sondern nur ein Zimmer. Gestern wurde das Büro leer geräumt und heute fängt die Firma mit der Renovierung an. Ich bin gespannt, wie es am Montag dann aussehen wird hihi.
Die nächste Zeit wird bei mir wohl ein klein wenig stressig. Am 28. November veranstalten wir ein Seminar über Microoptics. Die Woche davor kommen also die ganzen Speaker schon nach Japan und wollen, dass wir mit denen Firmenbesuche machen. Anfang Dezember ist dann 3 Tage lang die Semicon und am 8.-9. findet dann in Sendai ein Symposium statt. Bis dahin ist noch viel zu machen und ich bezweifle ob die Zeit ausreicht. An und für sich wäre das ja kein Problem, wenn ich das selber organisieren müsste. Aber ich muss immer Sachen aus Deutschland anfordern die erstmal paar Tage brauchen bis sie es mir endlich schicken. Aber ich bin ja nun auch kein Amateur mehr und habe mir somit angewöhnt die Leute ein klein wenig zu puschen. Wer mir also bis zum Abend nicht geantwortet hat, wird mit einem Anruf beglückt, sodass dann einige Prozesse viel schneller gehen als vorher.
Den heutigen Samstag habe ich auf nostalgischer Art und Weise verbracht und einige Spiele gespielt, die ich schon vor fast 10 Jahren gespielt hatte. Hach damaaaaaaaaaals~
Und das werde ich auch jetzt tun und werde hier mal einen Punkt setzten für heute :)
Bisssssss dennnnnne
PUNKT
