Zuerst möchte ich euch über die neueste Funktion des Blogs berichten. Ich habe es jetzt so eingestellt, dass ihr nicht mehr registriert sein müsst, um Kommentare zu schreiben. Für all jene, die es noch nicht gesehen haben: Es befindet sich unter dem Beitrag. Einfach auf Kommentare klicken und mir was hinterlassen. Also ich hoffe doch diesmal, dass auch mal ein Kommentar von einigen kommt.
Ich erinnere mich noch, dass ich anfangs über die miese Masche der 100 Yen Shops berichtete. Paar Wochen später entdeckte ich das Pendant zum 100-Yen Shop mit dem Namen 99- Kyuu Kyuu. Kyuu bedeutet im Japanischen 9 - Kyuu Kyuu dementsprechend 99. Das ist ein Geschäft, wo alles nur 99 Yen kostet. Schon als ich den Namen sah packte mich die Skepsis und ich befürchtete wieder abgezockt zu werden. Dies war natürlich auch so; denn auf den Preis kam dann noch 5 Yen Steuer, sodass alles 104 Yen kostet. Aber das gute daran ist, dass auf dem Preisschild 2 Preise stehen. Den steuerfreien Betrag, und der Preis, den man letzendlich zu zahlen hat. Das ist doch schon mal, im Gegensatz zum 100-Yen Shop, ein großer Fortschritt, wo ich, nachdem ich den Kyuu Kyuu verlassen hatte, mir dachte: Hier werde ich noch öfter Geld lassen. Mittlerweile bin ich schon ein Stammkunde und bin schon fast "per Du" mit dem Verkäufer, bis auf die Tatsache, dass wir eigentlich nie reden :).
Die letzte Woche kamen aus Deutschland Studenten eines MBA Studienganges zu uns nach Tokio. Die Stundenten sind hauptsächlich Leute, die bereits ein Studium (Ingenieure etc) absolviert haben, denen aber noch die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse fehlen. Daher machen sie den MBA nach. Am Sonntag war dann das welcome dinner. Da der Chef noch in Deutschland war, wurde mir die Ehre zuteil, die Gruppe vom Hotel abzuholen und mit ihnen zu speisen. Für 30 Euro gab es mehrere Gänge (ich glaub 5-6) und dazu noch ein All-You-Can-Drink. Für die Teilnehmer war das All-You-Can-Drink super, denn man konnte Bier, Sake, Whiskey etc. alles mögliche an alkoholischen Getränken trinken. An Softdrinks gab es irgendwie nur Wasser und Soda. Cola führten die überhaupt nicht, und andere Getränke waren anscheinend keine Softdrinks. Na ja, also was das Trinken angeht war es für mich nicht so sehr befriedigend, aber ich habe mich dann mit Wasser zufrieden gegeben. Natürlich wurde bei meiner Portion trotzdem der volle Preis berechnet, was mir ja auch relativ egal war, da ich eingeladen wurde ;).
Am Montag, ein Feiertag in Japan, wurde ich dann zum Sumo-schauen eingeladen. Hier auf dem ersten Bild sehen wir, wie die Sumo-Ringer des West-Teams zur Zeremonie antreten.
Auf dem zweiten Bild sehen wir 2 Sumo-Ringer im Ring. Wenn mich nicht alles täuscht ist einer von denen (ich glaube der Linke) einer der zwei amtierenden Yokozunas.
Um ehrlich zu sein, Sumo war relativ langweilig. Ein Kampf dauert keine Minute. Wenn man Glück hat dann etwas über 30 Sekunden. Aber zwischen jedem Kampf muss man 1-3 Minuten warten, wo eine "kleine Show" veranstaltet wird. Diese war auch relativ langweilig, da es wirklich bei jedem Kämpfer die gleiche Show war.
Ich fand es schön, dass ich mal dabei sein durfte und zuschauen konnte. Aber ein zweites Mal muss ich mir das glaube ich nicht reinziehen.
Am Mittwoch waren wir dann in der Nachbarprovinz von Tokio - Ibaraki. Da haben wir zwei Firmen besucht. Zum einen AIST (größte japanische Forschungseinrichtung) und Bosch Rexroth. Die Teilnehmer waren alle sehr begeistert, v.a. weil diese ja alle Maschinenbau o.ä. studiert hatten. Ich hingegen, als Geisteswissenschaftler, hab mit den Maschinen und Produkten nicht so viel anfangen können.
Zu Firmenbesuchen muss ich in Anzug erscheinen. Ich hatte mir ja zuvor die Schuhe gekauft. Irgendwie rieben die aber erst nach etwas längerem Gehen sehr stark am Fuß, sodass ich mir die Füße blutih gelaufen habe. Es tat schon sehr weh :o... aber ich bin ja keine Memme lol. So habe ich den Schmerz über mich ergehen lassen. Nächste Woche, in Yokkaichi, muss ich die Schuhe wieder tragen *schluchz*
Letzten Donnerstag war ein sehr schöner und angenehmer Arbeitstag. Der Chef und seine Frau mussten zur Deutschehn Schule wegen einem Vortrag. Auf die Kürze hatten sie keinen Babysitter mehr gefunden, sodass die kleine Julia den Tag bei uns im Büro verbrachte. Julia ist ja, wie ich schon mal geschrieben hatte, ein Mischlingskind und sieht demnach auch wirklich SOOOOOO süß aus. *schmacht* Leider habe ich sie nicht so wirklich verstanden wenn sie geredet hatte, da sie ja erst 2 Jahre alt ist. Man wusste nie genau, welche Sprache sie gerade redet *g*. Sie nahm mich dann öfter an die Hand und lief mit mir durchs Büro. Hach es war ZUUU süüüß... Kinder sind ja echt sowas von knuffig. Ich vertrete ja sowieso die Meinung: Einmal Babysitter sein ist wunderbar und macht Spaß. Aber eigene Kinder zu haben ist mir echt zu anstrengend haha ;).
Das Wochenende habe ich mir sehr ruhig eingeplant. Es hieß, dass ein Taifun an diesem Wochenende auf Tokyo zukommt. Aber da es auch keine wirkliche Warnmeldung gab, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um einen eher kleineren Taifun handeln muss. Am Freitag nach der Arbeit ging es schon los. Relativ starker Regen mit ein Quäntchen Wind. Am Samstag hingegen war es ziemlich schön bevor es heute am Sonntag wirklich stark geregnet hatte.
Meine Theorie: Wir befanden uns den ganzen Samstag im Auge des Taifuns bevor er uns dann heute wieder mit Regenwetter beschert hatte.
Heute Nacht hat es ein starkes Erdbeben gegeben.. ich schlief gerade und wurde wach weil es schon sehr stark gerüttet hatte. Am nächsten Morgen wollte ich in den Nachrichten nachschauen, wie stark es denn war, und fand gar nichts zum Erdbeben. Ich hab das Gefühl, dass ich das Alles nur geträumt hatte. Und auch die Tatsache, dass ich im Traum das Gefühl hatte aufgewacht zu sein war echt realistisch ;). Aber da Tokio noch aussieht wie immer war es wohl doch nicht real hihi.
Noch eine kleine Sache, die mich eigentlich schon etwas aufregt hier. Damals in Deutschland, vor mehreren Jahren, bekam man in den Supermärkten die Plastiktüten wirklich überall nachgeschmissen und geschenkt. Irgendwann wurde dann eingeführt, dass die Plastiktüten an der Kasse paar Pfennige kosten sollen. Was haben wir uns damals aufgeregt.
Nun ja. In Japan kriegt man wirklich noch bei jedem Einkauf eine Plastiktüte dazu, wo der Einkauf verstaut wird. Mittlerweile ersticke ich fast an den vielen Papiertüten in meinem Zimmer. Es ist schon echt schlimm. Damals hatte ich mich zwar aufgeregt, aber heute bin ich froh, dass man nicht überall eine Plastiktüte bekommt. Der ganze Müll.... und die Umwelt... etc etc. :) hier besteht noch Handlungsbedarf meiner Meinung nach hihi ;)
So das wären so ein paar wichtigen und aktuelle Einblicke aus meinem Leben.
Bis demnächst.
P.S. Und ehe ich es vergesse, direkt unter diesen Zeilen einfach auf Kommentare klicken und rechts "Anonym" auswählen ;).
11 Kommentare:
tuan, du bist der beste!!!!!!!!!! :-* :-* :-*
Hohoho, frohe Weihnachten!!!
yeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeah*hibbel*
ach, wie schön du immer schreibst :)
wäre ja ein verlust gewesen, wenn du uns in zukunft deine geistigen ergüsse vorenthalten hättest :D
Da stimme ich Dennis vollkommen zu...Dafür bekommst du dieses Jahr auch extra viele Geschenke - wenn das Christkind mitspielt...ich bin ja nicht dafür zuständig!
sehrgut, da komtm man aus dem We heim und hat nen tollem blog-eintrag zum lesen und ich muss sagen: finde, du erlbest super spannende Dinge!!
hey :)
also zu den taifunen.. ich hab die erfahrung gemacht, dass direkt nach dem taifun 1-2 tage das wundervollste wetter ist (weil der quasi ein wolken-luft-loch dingens hinterlässt). und danach setzt dann wieder normales wetter ein, was auch in regen ausarten kann :)
Sumo-Ringen find' ich toll. Das muss ich unbedingt auch mal sehen. ;-)
Oooh du schreibst ja doch wieder ! *tätschel* So ist brav, bin stolz auf dich ! *wuschel*
Battousaishinta
So, nachdem du netterweise den Block doch weiterführst, werd ich dann auch mal ein Kommentar hinterlassen.
Armer Tuan! Erst unbequeme Schuhe, dann ein Taifun und dann auch noch ein Erdbeben (vllt. wars ja doch real und die Japaner wachen einfach bloß gar nicht mehr von so einem kleinen Erdbeben...)
Aber hey! Unsereins wird hier nicht um sonst mit 5-6-Gänge-Menüs durchgefüttert und kann in Kyukyu-Shops einkaufen!
Einige Geschäften tasten sich langsam an den Umweltschutz ran... Du kannst dir in manchen z.B. einen Stempel geben lassen, für jedes mal, wo du keine Tüte nimmst, und nach 10 mal oder so kriegst du einen Rabatt (50 - 100 Yen oder so, jetzt nicht wirklich spektakulär, aber immerhin :) ).
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